Staatsgalerie Prenzlauer Berg

Der Name ist ein klarer Fall von Amtsanmaßung

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1951 in Stepenitz (Kreis Pritzwalk) geboren
1970 Abitur in Wittstock
1970 – 1975 Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden
bei den Professoren Gerd Jaeger und Helmut Heinze
1977 – 1982 freischaffend in Neustrelitz
1978 Geburt der Tochter Mara
1982 Geburt der Tochter Marie
bis 1990 Mitglied im VBK-DDR
seit 1990 Mitglied im Künstlerbund Mecklenburg-Vorpommern
1996 – 1998 Dozentin an der Grafik-Design-Schule Anklam
seit 1982 lebt und arbeitet in Lichtenberg (Mecklenburg)

Personalausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)

1991 Kunstsammlung Neubrandenburg
1993 Ausstellungshalle Bad Iburg
1997 Inselgalerie Berlin, 2001 Galerie AG Rostock
2008 Galerie 100 Berlin
2011 Kunsthalle Wittenhagen
1990 – 2009 Sommergalerie Lichtenberg
seit 2010 ständige Ausstellung Forum Figura in der Feldberger Seenlandschaft

Zahlreiche Arbeiten befinden sich im öffentlichen Raum (u.a. in Neustrelitz, Rostock, Berlin,
Würzburg, Feldberg, Neubrandenburg, Anklam, Wittstock) und in Privatsammlungen.
Dorothea Maroske begeht in ihrer Kunst eine Tradition der Gesetzlichkeit, einer deutschen Bildhauertradition auch für die Gegenwart. Aus den inneren Stimmungen, denen sie traut, oder eben dem wirklichen Erlebnis, kommen die Strenge der gebundenen Form, der klare architektonische Aufbau ihrer Figuren. Die Lebendigkeit in der Anmutung ihrer Figuren ist in ihrem Ur-Grund so einfach nicht beschreibbar. Diese Lebendigkeit hat ihre äußere Hülle, zum Beispiel auch in den nicht getilgten Spuren des Machens, die von der Prozesshaftigkeit ihres Arbeits- und Überarbeitungsstils spricht – eine belebte Oberfläche. Die lesbaren Zeichen eines konkreten Portraits sind indes immer auch Sinnbild, eher psychologisch als abstrakt. Das Ordnungsvolle in ihren Plastiken ist jedoch nie ungestört und in sich gänzlich ruhend, deutet eher auf eine Mischung von Behutsamkeit und Konsequenz, die in dieser Konstellation mehr angreifbar als stabil wirkt.

In Zeiten der Verunsicherung, der Beschädigung der Anfänge vermitteln die Arbeiten von Dorothea Maroske einen Freiraum ihrer Wahl, einer unverzagten Sinnlichkeit, eines komplexen von innen kommenden Erlebnisgrundes. Eine Art Bedürftigkeit nach Harmonie oder Schönheit vielleicht scheint auf, die aber nicht Wirklichkeit ist, sondern nun auch Ding geworden und als solches bewahrt zu sein scheint vorm Vergehen oder vor den Verletzungen der Zeit. Die Bildhauerei von Dorothea Maroske ist ein eher schmaler Korridor zwischen Sehnsucht und freier Verfügung über sich selbst und dem Zurückprallen in die Abhängigkeit stärkerer Mächte...

ZU DEN ARBEITEN DER BILDHAUERIN DOROTHEA MAROSKE,
von Petra Hornung, 2001 (Auszug).